Blaise Pascal

Blaise Pascal

Der französische Religionsphilosoph, Mathematiker und Physiker wurde am 19. Juni 1623 in Clermont-Ferrand als Sohn eines Steuerfachmanns geboren. Bereits mit 16 Jahren verfasste er eine Abhandlung über Kegelschnitte und fand dabei den bekannten Satz vom Pascalschen Sechseck. Um seinem Vater bei Steuerberechnungen zu helfen, konstruierte er die erste Rechenmaschine, nach deren Prinzip alle weiteren gebaut wurden, und entwickelte die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Weiterhin erfand er das Barometer zur Luftdruckmessung und schuf auf dem Gebiet der Physik Grundlagen für die Hydrostatik.

1779 erschien seine Abhandlung Egalité des ligne spirales et paraboliques, in der er sich unter anderem mit der archimedischen Spirale beschäftigte und auf diesem Gebiet die gleichen Aussagen, wie Pierre de Fermat machte, mit dem er in Briefkontakt stand. Seine Arbeiten sind zusammen mit denen Isaac Barrows als letzte Vorstufe der Infinitesimalrechnung anzusehen.

Nach einem Bekehrungserlebnis im Jahre 1654 gab Pascal jedoch die Naturwissenschaften und alle weltlichen Dinge auf, um sich religiösen Fragen zu widmen. Er folgt hier der "Logik des Herzens". Als Anhänger der Lehre der Jansenisten spricht er in seinen Schriften von einer unendlichen Ferne zwischen Gott und den Menschen und von der Unbeeinflußbarkeit der göttlichen Gnade.

In den letzten Jahren seines Lebens zog sich Pascal, bereits schwer krank in das Kloster Port Royal zurück, wo er am 19. August 1662 im Alter von 39 Jahren starb.

In der Mathematik ist sein Name u. a. mit dem Pascalschen Dreieck, einer speziellen Anordnung der Binomialkoeffizienten, verbunden.