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Entwicklung des Anteils ausländischer 1-€-Münzen

Die statistische Auswertung der Angaben der Euromelder führte auf die folgende Zeitreihe bis Dezember 2011:



  • Die tatsächlich gemeldeten Monatswerte des Anteils der ausländischen 1-€-Münzen wurden etwas geglättet.
    Man erkennt deutlich das Wachstum des Anteils der Ausländer, der offenbar gegen Ende 2010 die Grenze von
    40% überschreitet.
    Die Null auf der Zeitachse entspricht dem 1. Januar 2002.
    Die großen Schwankungen in den Jahren 2010 und 2011 begründe ich mit der abnehmenden Zahl der Meldungen
    an mich und der damit wachsenden statistischen Unsicherheit.

    Wir vermuten, dass die für die ersten Monate angegebenen Anteile ausländischer Münzen viel zu hoch waren,
    dass uns viele Euromelder verzerrte Ergebnisse gemeldet haben.
    Inzwischen haben wir gelernt, die Meldungen zu korrigieren und glauben, dass die Werte ab Mai 2002 realistischer sind.

    Zu Beginn des Jahres 2003 wurde offensichtlich, dass der Anteil ausländischer Münzen in Deutschland regional sehr
    unterschiedlich ist.
    Es gibt Gebiete in Westdeutschland, wo ausländische Münzen bereits sehr häufig auftreten.
    Nach Berichten von Frank Groote und Christian Gäde aus Düsseldorf waren dort schon im Jahr 2005
    etwa 30% der 1€-Münzen Ausländer.
    Anfang 2011 dürftn es mehr als 50% sein.

    Leider gaben viele Euro-Melder im Sommer 2004 auf, so dass unsere Datenbasis seitdem viel schlechter als zuvor wurde.

    Eigene Untersuchungen im Januar 2007 an 1733 1-€-Münzen in zwei Banken und der Sparkasse in Freiberg
    lieferten einen Ausländeranteil von 19%. Hier liegt keine Verfälschung durch unzuverlässige Euro-Melder vor.
    Es kann aber auch die Lage Freiberg relativ weit von den Grenzen an andere Euro-Länder eine Rolle spielen.
    In Freiberg waren die österreichischen 1-€-Münzen die häufigsten Ausländer, während in Westdeutschland Spanier,
    Franzosen und Italiener vorn liegen.

    Eine erneute Auswertung von 500 1-€-Münzen im Juli 2007 in Freiberg ergab einen Ausländeranteil von genau 25%
    und im Oktober 24,2%.
    Daraus schlossen wir, dass im Jahr 2007 wohl in Deutschland insgesamt die 25%-Grenze überschritten wurde.
    Im Winter 2011/12 wurde die 40%-Grenze überschritten.
    Anfang 2016 wurde dann auch die 50%-Grenze überschritten.
    In einer in Freiberg genommenen Stichprobe von 500 1-€-Stücken wurden nur noch 49,2%
    deutsche Münzen festgestellt. Wegen der Randlage Freibergs kann man annehmen, dass der
    Ausländeranteil in ganz Deutschland schon deutlich über 50% liegt. Die 50% entsprechen recht gut der Prognose
    in dem Artikel "Coin migration..." von 2012, entsprechend dem dortigen No-growth-Szenario.
    Glaubt man an selbiges, kommt man zu der Prognose,
    dass es 2018 etwa 55% sein werden und 2025 60%.

    Allerdings erbrachte eine neue Stichprobe am 27. März 2017 wieder in Freiberg
    nur 49,7% ausländische 1-€-Stücke, und das aus einer Stichprobe von 1000 Münzen!

    Die meisten ausländischen 1-€-Münzen kommen offensichtlich aus
    Spanien, Frankreich, Italien und Österreich, in etwa dieser Reihenfolge. Da gibt es kleinere lokale und zeitliche Schwankungen.
    Zum Beispiel lagen am 27.3.2017 die Italiener vorn.


    Letzte Änderung: 3. April 2017