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Räumliche Verteilung der Meldungen

Es ist interessant, die räumliche Verteilung der Meldungen zu betrachten. Sehen Sie sich folgende Karte an:

Anzahl Meldungen
Klicken Sie die Karte an, um zu einer vergrößerten Darstellung zu kommen.

Es handelt sich dabei um Meldungen von Erstbeobachtungen bis Ende Februar,
die im Rahmen des Projekts Euromobil abgegeben wurden. Es sind die Anzahlen der Meldungen
bezogen auf 100000 Einwohner.

Es sei hier nochmals auf die Karten der Firma Lutum und Tappert verwiesen.

Das Ergebnis entspricht trotz der wahrlich unsicheren Datenbasis den Erwartungen:
Es gibt starke Konzentrationen in den westdeutschen Ballungsgebieten am Rhein und Main
sowie in den Großstädten Berlin und München.
Die großen Werte in den Postleitzahlbezirken 01 (Dresden) und 09 (Chemnitz)
sind natürlich wesentlich auf die Aktivität der dortigen Medien zurückzuführen, die ausgiebig Werbung
für unsere Aktion gemacht haben. Freiberg liegt im Bezirk 09.

Spitzenreiter bei der Anzahl der Meldungen ist Frankfurt am Main (60) als Verkehrsknotenpunkt und Bankenstadt
mit 82 Meldungen pro 100000 Einwohner. Es folgen Chemnitz (09) und Frankfurt-Nord (61). Danach kommen 80/81, 53, 64, 69, 65, 10-12 und 01.
Die wenigsten Meldungen kamen aus den Bezirken 03, 17, 23 und 84, wo es weniger als 1,5 waren.

Sicherlich nicht der Realität entsprechen die sehr niedrigen Werte - die weißen Flecken -
für die Postleitzahlbezirke 32(Herford), 73(Göppingen) und 74(Heilbronn).
Vermutlich haben dort die Medien weniger über Euromobil berichtet; die Zahl der ausländischen Euro-Münzen
ist dort sicher nicht geringer als in den umliegenden Bezirken.
Dies etwas störende Ergebnis ergibt sich daraus, dass die Karte die ungeglätteten Werte der statistischen Erfassung zeigt.
Eine geglättete Version der obigen Karte kann man sich hier ansehen.
Zu dieser Glättung wurden sehr komplizierte statistische Methoden angewendet.

Bei unseren Analysen konnten wir keine Diffusion der Münzen feststellen.
Natürlich gibt es sie, also ein allmähliches Durchdringen des Landes durch die ausländischen Münzen von den Grenzen und Großstädten her.
Aber bei den Erstbeobachtungen, die in Euromobil untersucht wurden, konnte sie nicht nachgewiesen werden. Offensichtlich kamen die ersten Münzen zufällig und relativ gleichmäßig verteilt an den verschiedenen Orten an.
Es war nicht so, dass die Erstmeldungen zuerst aus den Großstädten kamen, dann aus den kleineren Städten und schließlich aus den Dörfern.

Das typische Muster der Meldungsanzahlen sieht so aus, wie hier für München angegeben:

15,6 -- 7,6 -- 4,5 -- 2,9 Meldungen je 100000 Einwohner

für die vier Monatshälften im Januar und Februar.
Offenbar haben die Münchner allmählich die Lust verloren, noch über Erstbeobachtungen zu berichten, weil die ausländische Münzen nichts Besonderes mehr waren.

Ein anderes Muster liegt für Hamburg vor:

3,3 -- 4,5 -- 2,3 -- 1,8 Meldungen je 100000 Einwohner.

Sicher ist es nicht so, dass in Hamburg die ausländischen Münzen später ankamen als in München.
Im Postleitzahlbezirk Chemnitz, in dem auch Freiberg liegt, ergab sich ein ähnliches Muster.
Hier sind wir sicher, dass das durch die Werbeaktionen der Medien verursacht ist.


Letzte Änderung: 24. April 2002