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Institut für Stochastik


Themen für Seminararbeiten und Vorträge




Institut für Stochastik

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Fakultät 1

Universität



 

 

* Mathematisches Seminar BNC SS 2008 ( Themenliste )
*
Wahlpflichtfach Statistik und Ökonometrie für BWL
Termine und Information zur Anfertigung

* Themenangebote für das Mathematische Seminar   
  * Lehrstuhl Angewandte Stochastik
(Ansprechpartner: Dr. U. Jansen)
  • PH-Verteilungen zur Approximation von stetigen Verteilungen
    Die Ersterreichungszeit eines absorbierenden Zustandes in einer zeitstetigen homogenen Markowschen Kette stellt eine nichtnegative Zufallsgröße dar, deren Verteilung sich als Mischung von Erlang-Verteilungen darstellen lässt. Einen Zustand der Markowschen Kette kann man als Phase bezeichnen, woraus der Name dieser Verteilungsklasse abgeleitet wird. Bedeutung erhalten diese Verteilungen durch den Fakt, dass sie im Sinne der schwachen Konvergenz die stetigen Verteilungen approximieren. Außerdem besitzen sie weitere numerisch nutzbare Eigenschaften.


  • Simulation von Geburts- und Todesprozessen
    Die Geburts- und Todesprozesse sind eine Teilklasse der zeitstetigen homogenen Markowschen Ketten, für die sehr viele Ergebnisse existieren. Außerdem lassen sie sich relativ einfach simulieren, d.h. Realisierungen dieser stochastischen Prozesse zu generieren ist kein schwieriges Problem. Wichtige Bedienungssysteme lassen sich mit Hilfe dieser Prozesse beschreiben; z.B. Mehrbedienersysteme mit unbeschränktem Warteraum. (Das Thema ist zur Zeit vergeben.)


  • Die Brownsche Bewegung - Mathematische Definition und Eigenschaften


  • Markov-Chain-Monte-Carlo als numerische Methode
    Markov-Chain-Monte-Carlo-Simulationen sind ein modernes Hilfsmittel zur Untersuchung mathematischer Modelle, insbesondere für solche Modelle, die so komplex sind, dass eine analytische Darstellung wichtiger Größen nicht mehr möglich ist. In dem Seminarvortrag sollen Hintergründe und Algorithmen vorgestellt und am Beispiel veranschaulicht werden



* Lehrstuhl Mathematische Statistik
(Ansprechpartner: Prof. Dr. Näther)

  • Ein Grenzwertsatz für zentrale Ordnungsstatistiken:

    Nicht nur das Stichprobenmittel, auch der Stichprobenmedian ist, wie andere empirische p-Quantile auch, asymptotisch normalverteilt. Im Seminar soll dazu ein klassischer Grenzwertsatz samt Beweisidee vorgestellt werden.

  • Simpson-Paradox, Confounding, partielle Korrelation: 

    Betrachten wir zwei Elfmeterschützen A und B. A hat bei Heimspielen 60% und bei Auswärtsspielen 80% seiner Elfmeter verwandelt. Bei B steht die Quote zu Hause bei 50% und auswärts bei 70%. Trotzdem ist B der bessere Schütze, denn insgesamt hat er 66,6% aller Elfmeter verwandelt, verglichen mit den 65% Gesamttreffern von A (ein Zahlenbeispiel dazu überlege man sich selbst). Das ist ein Beispiel für das Simpson-Paradoxon, wo auf den ersten Blick unterstellte Rangordnungen in Wahrheit plötzlich umgekehrt sind. Das lässt sich mit bedingten Wahrscheinlichkeiten leicht nachweisen. Weitere Zusammenhänge gibt es zum Confounding und zur partiellen Korrelation, was im Seminarvortrag herausgearbeitet werden soll.

  • Benfords Gesetz :

    Betrachten Sie irgendeine umfangreiche amtliche Statistik, z.B. die Einwohnerzahlen aller deutschen Städte, und bestimmen Sie die relativen Häufigkeiten der Anfangsziffern 1 bis 9 in dieser Zahlenreihe. Sie werden feststellen, dass diese nicht etwa gleichverteilt sind, sondern dass die 1 am häufigsten vorkommt (ca. 30%), die 2 bringt es auf ca. 17%  und die schafft es bloß noch auf knapp 5%. Die Häufigkeiten folgen offensichtlich einem logarithmischen Gesetz, dem sog. Benford-Gesetz. Im Seminar sollen dafür Begründungen geliefert werden

  •  Kontrolliertes Runden: 

    Betrachten wir eine Grundgesamtheit, die zweifach geschichtet ist, z.B. die Bevölkerung eines Landes, geschichtet nach Alters- und Einkommensgruppen. Vielleicht ergibt sich, dass nur 0,3% der Bevölkerung in der Altersgruppe 10-20 Jahre und gleichzeitig in der Einkommensgruppe „mehr als 100000 Euro Jahreseinkommen“ sind. Wählt man nun bei Umfragen proportional geschichtete Stichproben, dann wären bei Stichprobenumfang n=100 genau 0,3 Personen aus obiger Schichtkonstellation zu befragen. Auch bei anderen Schichtkonstellationen sind gebrochene Anzahlen zu erwarten. Hier einfach numerisch zu runden, d.h. die 0,3 auf 0 abzurunden, hätte den Nachteil, dass Personen aus dieser Schichtkonstellation nie eine Chance hätten, in die Stichprobe zu gelangen.

  • Komplex Stochastische Finanzmathematik:

    Hier können drei Seminarvorträge gehalten werden:

    1. Ein zeitstetiges Finanzmarktmodell
    2. Optionsbewertung
    3. Portfolio-Optimierung
    Grundlage ist das Buch Korn/Korn: Optionsbewertung und Portfolio-Optimierung, Viehweg-Verlag 2001.

    Die Vorträge nutzen also die gleiche Terminologie und werde sich (teilweise) aufeinander beziehen müssen. Daher werden diese Themen nur vergeben, wenn gleichzeitig drei Studenten Interesse haben.

    Organisatorisch wird es dann so sein, dass alle drei Vorträge in einer etwa zweistündigen Veranstaltung präsentiert werden. 

                                                             
  • U-Statistiken: (Betreuer: Dr. Wünsche)                                                 Eine große Klasse von Statistiken lässt sich in der Form einer sog. U-Statistik schreiben. Als Beispiele seien das arithmetische Mittel, die empirische Varianz, der Kendallsche Korrelationskoeffizient, die empirische Verteilungsfunktion, die Rangsummen bzw. Vorzeichen-Rang-Summen nach Mann-Whitney bzw. Wilcoxon genannt. Neben anderen wichtigen Eigenschaften soll die asymptotische Normalität der U-Statistiken im Mittelpunkt stehen.

 

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