Stoyans HomePage
Institut für Stochastik ..... Fakultät für Mathematik und Informatik ..... TU Bergakademie Freiberg


Bergakademische Geschichten

Umschlag

Anlässlich des 250. Jubiläums der TU Bergakademie Freiberg hat Dietrich Stoyan einen Sammelband herausgegeben.
Er erschien unter dem Titel

"Bergakademische Geschichten"

im Mitteldeutschen Verlag Halle 2015.
ISBN ISBN 978-3-95462-410-2

Zum Verlag klicke hier

Der repräsentative, rund 480 Seiten umfassende Band eröffnet den Reigen der Festgaben zum Jubiläum
einer der ältesten höheren technischen Bildungseinrichtungen der Welt.
Über 30 Autoren erzählen in diesem Sammelband interessante Geschichten und spannen so einen Bogen
von Ereignissen und Entwicklungen aus vergangenen Epochen über berühmte Freiberger Studenten und Wissenschaftler
bis zur Lehre und Forschung in heutiger Zeit.

Ein Anliegen des Herausgebers war es, den Exkurs in die Geschichte nicht primär
unter wissenschaftlichen Aspekten zu unternehmen, sondern den Stoff unterhaltsam zu präsentieren.
Ein schönes Beispiel dafür ist der aus Archivakten nacherzählte „Peitschenknall-Fall“, wo es um eine wilde Schlittenfahrt im Winter 1769
auf Freibergs Hauptstraße, der Erbischen und Burgstraße, geht.
Zwei prominente auswärtige Wissenschaftler, der Literatur-Professor Ottmar Ette und der Germanistik-Professor Gerhard Schulz,
die Alexander von Humboldt und Friedrich von Hardenberg (Novalis) würdigen, schmücken die Reihe der Autoren,
die sonst zumeist Mitarbeiter der Bergakademie waren oder sind.
Ihnen allen ist dabei ein besonderer, oft persönlicher Blick auf das Geschehen
oder die handelnden Personen gelungen, einige Beiträge greifen sogar einzigartige und bisher noch unbekannte Facetten der Geschichte auf.

So erfährt der Leser Einzelheiten über die Lustreise des Dresdner Hofes im November 1765 nach Freiberg
und den Anteil des Prinzregenten Xaver an der Gründung der Bergakademie.
Kopien aus dem Trinkbuch auf Schloss Freudenstein zieren nicht nur diesen Aufsatz, sondern auch den Innentitel des Bandes.
Einer der Gründungsväter der Bergakademie, Friedrich Wilhelm von Oppel ,
wird als erfolgreicher Mathematiker charakterisiert.

Erstmalig werden die Halbjahrhundert-Jubiläen der Bergakademie systematisch dargestellt
– immerhin belegt ein Foto, dass der letzte sächsische König, Friedrich August II., dem Festakt zum 150. Jubiläum der Bergakademie beiwohnte.
Und die Auflistung aller Namen, Signets und administrativen Zuordnungen, die die Alma mater fribergensis
im Laufe der Jahre hatte, ist sehr beeindruckend. Ebenso wird die Tatsache, dass Freiberger Absolventen mit dem Meißener Porzellan
und der erfolgreichen Entwicklung der Porzellanmanufaktur Meißen eng verbunden sind, detailliert beschrieben.
Und noch ein bisher weitgehend unbekannter Fakt wird der breiten Leserschaft mitgeteilt und mit einem Foto belegt:
An einer renommierten Radium-Tagung im Mai 1921, organisiert vom damaligen Radium-Institut der Bergakademie,
nahmen der spätere Entdecker der Kernspaltung und Nobelpreisträger Otto Hahn sowie die weltbekannten Kernphysiker Lise Meitner
und Hans Geiger teil.

Zahlreiche Beiträge würdigen die großen Leistungen Freiberger Wissenschaftler:
Die Geologen wie Abraham Gottlob Werner und Bernhard von Cotta, die bedeutenden Physiker und Chemiker Ferdinand Reich, Hieronymus Theodor Richter und Clemens Winkler
sowie deren heutige Nachfolger in der Freiberger Halbleiterforschung und -industrie, der Gastechniker Wilhelm August Lampadius,
die fünf bedeutendsten Freiberger Eisenhüttenmänner, Franz Kögler, der Mitbegründer der Wissenschaftsdisziplin Bodenmechanik
oder der berühmte Kohleforscher Erich Rammler, von dem einiges berichtet wird, was so noch nirgends zu lesen war.

Spannende universitäre Prozesse wie die sogenannte „Februarrevolution“ von 1970,
die Zeit der „Wende“ oder die Ausprägung des Interdisziplinären Ökologischen Zentrums an der Bergakademie
finden ebenso Erwähnung wie unterschiedliche Sichten auf die Entwicklung der Freiberger Wirtschaftswissenschaften,
wo es nach der Wiedervereinigung Deutschlands die größten Veränderungen an der Bergakademie gab.
Zur Palette der Themen gehören außerdem ein Beitrag zur erfolgreichen Bilanz des Stiftungswesens an der TU Bergakademie
sowie Aufsätze über den Freiberger Studenten-Karzer, die Entwicklung der Universitätsbibliothek
oder die von Anfang an starke internationale Ausstrahlung der Bergakademie.

Zum Lesevergnügen trägt ganz wesentlich die attraktive Gestaltung des Festbandes
mit zahlreichen Illustrationen und Fotografien sowie vielen Anekdoten bei.
Ein Autorenverzeichnis und ein Personenregister schließen den Festband ab.

Die ersten zehn Seiten des Buchs sind hier einsehbar.

Das Foto hier zeigt Dietrich Stoyan bei der Vorstellung des Buchs im Senatssaal der Bergakademie am 23. März 2015.
Man erkennt in der 1. Reihe von links Rektor Bernd Meyer, Frieder Häfner, Gabriele Häfner, Helga Stoyan, Christel-Maria Höppner und Brita Gelius.
In der 2. Reihe sieht man Eberhard Buhrig und Sabine Schellbach.

Das Buch war einige Zeit vergriffen, ist jetzt aber wieder erwerbbar, beim Verlag und in der Akademischen Buchhandlung in Freiberg.


Letzte Änderung am 9. November 2015