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Verhalten der Münzsorten

Die Mobilität der Münzsorten ist offensichtlich unterschiedlich.
Die der 2-€-Münze ist besonders groß, während die der 1-Cent-Münze äußerst gering ist.
Während der Anteil der 2-€-Münzen an allen geprägten Münzen nur 5,2% ist, lauten die Meldezahlen im 1. Quartal 2002 wie folgt:

01. bis 10. Januar20,8%
11. bis 20. Januar19,1%
21. bis 31. Januar19,7%
01. bis 10. Februar17,9%
11. bis 20. Februar18,2%
21. bis 28. Februar20,4%

Der Anteil der 2-€-Münzen war also während des gesamten Beobachtungszeitraumes sehr groß.
Ein nettes Argument, weshalb die 2-€-Münze mobiler als die 1-€-Münze ist, lieferte mir Günter Pastor aus Frankfurt am Main:
Die 1-€-Münze hält man, wegen größerer Verwertbarkeit an Automaten etc., eher in der Tasche zurück.
Plausibel ist auch die Begründung, nach der Ausländer lieber große Münzen beim Zahlen benutzen, um fremdsprachliche Diskussionen über kleine Münzen zu vermeiden.

Die analogen Zahlen für die 20-Cent-Münze lauten: 12,6, 15,1, 13,4, 14,0, 16,9, und 16,5%.
Hier stellt man also ein anderes Verhalten fest:
Der Anteil wächst auf ein Niveau, das größer als die 12,4% Prägeanteil ist.

Sehr selten tritt die 1-Cent-Münze auf.
Während 16,8% der geprägten Münzen 1-Cent-Münzen sind, beträgt ihr Anteil an den beobachteten Münzen nur etwa 6%,
und dieser Anteil ist seit Anfang Januar fast konstant.

Die österreichische 2-€-Münze ist der absolute Spitzenreiter. Eine Frau, Bertha von Suttner, ist also die mobilste Europäerin.

Bemerkenswert ist noch, dass es einen signifikanten Unterschied in den Meldezahlen der 1- und 2-€-Münzen gab:
Aus den südlichen Ländern Italien, Spanien und Portugal kamen deutlich mehr 1-€-Stücke als 2-€-Stücke,
während es für Frankreich, Österreich und die Niederlande gerade umgekehrt war.
Vielleicht drückt sich darin ein unterschiedlicher Umgang mit Münzen aus.

Im Sommer 2005 war dann zu beobachten, dass große Menge niederländischer Kleinmünzen in Deutschland herumschwirrten. Eine vernünftige Lösung des Problems der kleinen Münzen, wenn die Holländer ihre kleinen Münzen nicht benutzen wollen.


Letzte Änderung: Juli 2005