abgeschlossenes Projekt (im Rahmen dieses Vorhabens wurde FruchtStat erstellt)   

Versuchsplanung und statistische Auswerteverfahren zur Ermittlung des Einzelbaumeinflusses auf die Walddynamik in Baumbeständen.

Wald ist einerseits eine wesentliche und erhaltenswerte Komponente unseres Ökosystems, andererseits aber selbstverständlich auch ein Wirtschaftsfaktor. Ökologie und langfristig planende Wirtschaft haben daher ein gemeinsames Interesse an naturnahem nachhaltigen Waldbau, insbesondere an Erkenntnissen zur Steuerung des Verfügungsprozesses im Waldbau und an der Stabilitätsforschung in diesem Ökosystem. Um die Walddynamik zu erkunden, konzentriert man sich seit einiger Zeit auf Einzelbaumschicksale (z. B. Ressourcennutzung über Blätter oder Wurzeln; Blattfall und Fruchtausbreitung) und fragt nach quantifizierbaren Zusammenhängen zur Bestandsentwicklung und nach Konkurrenzbeziehungen zwischen Individuen. Schon zur adäquaten Modellierung von Teilaspekten sind aufwendige Datenerhebungen nötig (Wurzelbohrungen, Samenfänge). Die Ergebnisse unterliegen nicht nur großen stochastischen Schwankungen, sondern werden auch systematisch durch die Anordnung des Probenahmedesign beeinflusst. Ziel des Projektes war daher eine systematische Entwicklung und Untersuchung verschiedener statistischer Auswertemodelle und eine an die jeweils benutzten Auswertemodelle angepasste Versuchsplanung des Probenahmeprozesses. Insbesondere wurde auch entsprechendes Software-Tool erstellt, dessen Fruchtausbreitungskomponente hier heruntergeladen und getestet werden kann.  

Projektleitung: Prof. Näther, Institut für Stochastik 

Partner: Prof. Wagner, Institut für Waldbau und Forstschutz der TU Dresden 

Projektmitarbeiter:  Dr. Konrad Wälder Finanzierung:  DFG,  Laufzeit:  2001 - 2004

laufendes Projekt   

Die räumliche Verteilung von Ausprägungen ökologisch relevanter  Merkmale in Mischbeständen.

Dieses Projekt stellt in gewisser Weise die Fortsetzung des abgeschlossenen Vorhabens dar. Allerdings sollen nicht nur Streu- und Wurzelausbreitung von Bäumen untersucht werden, sondern es ist das Ziel aus direkt messbaren Merkmalen statistische Aussagen zu abgeleiteten Größen zu treffen. Beispielsweise kann mittels der Modellierung von Kronenkonturen und der räumlichen Verteilung von Niederschlagsmengen auf die Bodensaugspannung und die Feinwurzelverteilung im Waldboden geschlossen werden.    

     

Projektleitung: Prof. Näther, Institut für Stochastik 

Partner: Prof. Wagner, Institut für Waldbau und Forstschutz der TU Dresden  und   Prof. Bredemeier, Forschungszentrum                Waldökosysteme der Universität Göttingen 

Projektmitarbeiter:  Dr. Konrad Wälder 

Finanzierung:  DFG,  Laufzeit:  2004 - 2007  

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