Studiengang Wirtschaftsmathematik (Bachelor und Master)

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Die Wirtschaftswissenschaften sind heute ohne Mathematik undenkbar. Die komplexen Strukturen und Abläufe in den weltweit verzahnten Volkswirtschaften und Finanzmärkten erfordern in zunehmendem Maße mathematische Modelle. Nicht von ungefähr kommt es, dass gerade in letzter Zeit einige Nobelpreise an Wirtschaftswissenschaftler verliehen wurden, die sich durch weitgehend mathematisch geprägte Untersuchungen ausgezeichnet haben.

Der Studiengang Wirtschaftsmathematik ist ein konsekutiver Bachelor-/Master-Studiengang.

Bachelor-Studiengang

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Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.

Gliederung des Studiums

Das Studium gliedert sich in drei Abschnitte:

  1. die Orientierungsphase (1. und 2. Semester):

    • Mathematische Grundlagen,
    • Informatik und
    • Betriebswirtschaftslehre,
  2. die Eignungsphase (3. und 4. Semester):

    • Angewandte Mathematik (Optimierung, Stochastik, Numerik, Graphentheorie) und
    • Betriebswirtschaftslehre sowie
  3. die Vertiefungsphase (5. und 6. Semester):

    • Mathematische Methoden des Operations Research (Mathematische Methoden in der Ökonomie, Wahlpflichtfächer),
    • Informatik,
    • Betriebs- und Volkswirtschaftslehre,
    • Seminararbeit und
    • Anfertigung der Bachelor-Arbeit.

Studienablauf

Studienablaufplan des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsmathematik

Studiendokumente

Gremien

Tätigkeitsfelder der Absolventen

Absolventen des Bachelor-Studiengangs Wirtschaftsmathematik sind in der Lage, komplexe wirtschaftliche Probleme unter dem Einsatz aller Möglichkeiten moderner Computertechnik mit mathematischen Methoden zu lösen. Zu den vielfältigen Aufgaben gehören z.B.

  • Fragen der Optimierung betrieblicher Abläufe,
  • der Lagerhaltung,
  • der Standortplanung,
  • der Reduktion des Ressourcenverbrauchs,
  • der Lenkung von Verkehrsströmen sowie
  • der Abschätzung von Chancen und Risiken im Versicherungswesen und in der Finanzplanung.

Wichtige Einsatzgebiete für Wirtschaftsmathematiker liegen

  • in der Versicherungsbranche (Statistk, Tarifgestaltung, Entwicklung neuer Produkte),
  • im Bank- und Kreditgewerbe (Risiko-Management, Investmentbankong, Firmen- und Privatkunden, Simulationsrechnung von Bauspartarifen),
  • bei Finanz- und Personaldienstleistern (Unternehmensforschung und -planung, Softwareentwicklung, Mandantenberatung),
  • Softwareproduktion (Datenbankanalyse, Entwicklung kundenspezifischer Software, Electronic Business, qualifizierte Organisationsberatung) sowie
  • in Bereichen Controlling, Logistik und Marketing

Branchen und Firmen mit einem erheblichen Arbeitskräftebedarf sind daher Banken und Versicherungen, Finanzdienstleister, Unternehmensberater und vor allem auch Softwarehäuser.

Arbeitgeber unserer Absolventen

Hier eine kleine Auswahl:

  • Verbundnetz Gas AG (Leipzig)
  • SAP Deutschland (Walldorf)
  • Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik (Berlin)
  • Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (Köln, Braunschweig)
  • Forschungszentrum Karlsruhe (Karlsruhe)
  • Deutsche Bundesbank (Frankfurt/Main)
  • Dresdner Bank AG - Dresdner Kleinwort (Frankfurt/Main)
  • Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC - PricewaterhouseCoopers (Frankfurt/Main)

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Die Berufsaussichten für Absolventen sind derzeit ausgesprochen gut.

Krise oder Konjunktur? – Jobaussichten 2010 (Frankfurter Allgemeine, Hochschulanzeiger, Ausgabe 106, Januar 2010)

“Nicht mehr ganz so rosig wie in den letzten Jahren sieht es für Mathematiker und Physiker aus. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ist für diese Naturwissenschaftler leicht zurückgegangen, meldet die Bundesanstalt für Arbeit. Insgesamt gilt aber weiterhin: Physiker und Mathematiker sind Allrounder, die in den verschiedensten Branchen eingesetzt werden - ihre Berufsaussichten bleiben daher weiterhin gut.”

Das klingt erst einmal nicht so positiv, aber selbst bei Ingenieuren ist die Formulierung in diesem Artikel trotz weiterhin bester Berufsaussichten nicht rein positiv. Lesen Sie selbst den Artikel und vergleichen Sie mit anderen Fächern. Alles ist relativ!

Informationen des Magazins Stern

Weitere Informationen


Master-Studiengang

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Der Master-Studiengang Wirtschaftsmathematik dient der vertieften wissenschaftlichen, theoretischen und praktischen Ausbildung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt liegt in der Ausbildung von Führungspersonen für die Forschung und Entwicklung.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester.

Gliederung des Studiums

Das Studium gliedert sich in zwei Abschnitte:

  1. die ersten drei Semester:

    • Mathematische Methoden des Operations Research (Mathematische Methoden in der Ökonomie; Wahlpflichtfächer),
    • Mathematische Vertiefung (Wahlpflichtfächer),
    • Informatik, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre (Wahlpflichtfächer) und
    • Seminararbeiten sowie
  2. das letzte Semester:

    • Anfertigung der Master-Arbeit.

Studienablauf

Studienablaufplan des Master-Studiengangs Wirtschaftsmathematik

Studiendokumente

Gremien

Tätigkeitsfelder der Absolventen

Für Absolventen des Master-Studiengangs Wirtschaftsmathematik kommen prinzipiell die gleichen Tätigkeitsfelder wie für Absolventen des Bachelor-Studiengangs in Frage, jedoch ist die Tätigkeit der Master-Absolventen in stärkerem Maße forschungsorientiert. Daher kommt auch ein Einsatz in Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen in Frage.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Für Absolventen des Master-Studiengangs Wirtschaftsmathematik sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt genauso positiv einzuschätzen wie bei den Absolventen des Bachelor-Studiengangs.

Weitere Informationen


Ansprechpartner

Studiendekan
Prof. Dr. rer. nat. habil. Michael Eiermann
Telefon:+49 (0)3731 39−2322
Fax:+49 (0)3731 39−3595
E-Mail:
Besucheranschrift:Universitätshauptgebäude, Mittelbau
Akademiestraße 6
Raum 2.08