Webprojekt: Sichere Datenübertragung

von Kareen Henkel, Susanne Helbig und Jan Kriener


8.13 Philip R. Zimmermann

Philip R. Zimmermann

Philip Zimmermann studierte in den 70er Jahren Physik und Computerwissenschaften an der Florida Atlantik University. Doch neben seiner IT Karriere verfolgte er auch noch engagiert das politische Geschehen. Besonders die Gefahr eines Atomkrieges beunruhigte ihn. Philip wollte sogar mit seiner Familie nach Neuseeland auswandern, um dort nach einem eventuellen Atomkrieg zu überleben. Doch seine Meinung änderte sich, nachdem er eine Demonstration für nukleare Abrüstung besucht hatte. Er entschied sich in den USA zu bleiben und aktiv am Kampf der Bewegung für nukleare Abrüstung teilzunehmen. Nachdem 1988 die Gefahr eines Atomkrieges gebannt war, arbeitete Zimmermann in seiner Freizeit an der Entwicklung von PGP. In der bevorstehenden digitalen Revolution sah Zimmermann die Notwendigkeit der Verschlüsselung von Informationen.


Philip R. Zimmermann

Ein Zitat von Zimmermann zum Thema Verschlüsselung:

Die Kryptographie war früher ein obskures Fach, das kaum Bedeutung für das Alltagsleben hatte. Historisch gesehen spielte es jedoch immer eine besondere Rolle im militärischen und diplomatischen Nachrichtenverkehr. Doch im Informationszeitalter geht es in der Kryptographie um politische Macht und besonders um das Machtverhältnis zwischen Regierung und Volk. Es geht um das Recht auf Privatsphäre, um Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Freiheit von willkürlicher Durchsuchung und Festnahme, um die Freiheit, in Ruhe gelassen zu werden.

Foto entnommen aus "Photos for Publication"(c) by Helen Davis, Denver Post "

Aus: Simon Singh - Geheime Botschaften, Seite 356

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