Webprojekt: Sichere Datenübertragung

von Kareen Henkel, Susanne Helbig und Jan Kriener


3.2 Polyalphabetische Verschlüsselung

Bei dieser Form der Substitution werden mehrere Geheimtextalphabete für eine Nachricht verwendet.
Dieses System wurde das erste Mal im 15. Jahrhundert von dem Mathematiker Leone Battista Alberti genutzt. Weiterentwickelt wurde es ca. 1 Jahrhundert später von Blaise de Vigenère, der durch seine Vigenère-Verschlüsselung eine wichtige Grundlage für die heutigen Methoden der Kryptographie schuf.

Das Prinzip dieses Verfahrens beruht, wie schon erwähnt, darauf, dass bei der Übertragung einer Botschaft in eine Geheimschrift mehrere Geheimtextalphabete genutzt werden. Man kann zum Beispiel zwei solcher Alphabete verwenden und bei der Verschlüsselung abwechselnd von einem zum anderen übergehen.

Um das System zu veranschaulichen möchte ich folgendes Beispiel vorgeben:

abcdefghijklmnopqrstuvwxyz (Klartextalphabet)
GHIJKLMNOPQRSTUVWXYZABCDEF (Geheimtextalphabet 1)
PQRSTUVWXYZABCDEFGHIJKLMNO (Geheimtextalphabet 2)

Angriff um Mitternacht (Klartext)
GCMGOUL JS BOIZTXCGRNI (Geheimtext)

Es wird deutlich, dass diese Methode für einen Dritten, der die Geheimtextalphabete nicht kennt, weitaus undurchschaubarer ist, als die monoalphabetische Verschlüsselung. Somit wird eine noch höhere Sicherheit garantiert.

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