Webprojekt: Sichere Datenübertragung

von Kareen Henkel, Susanne Helbig und Jan Kriener


4.1 Skytala

Die älteste überlieferte Verwendung einer Chiffre findet sich vor ca. 2400 Jahren in Griechenland. Durch die von den Griechen damals benutzte Skytala wurde eine Nachricht allein durch die Veränderung der Anordnung ihrer Schriftzeichen chiffriert (Transposition). Die so erhaltenen Geheimtexte wurden vor allem zur militärischen Nachrichtenübermittlung verwendet.

Skytala

Bei der Skytala handelt es sich um einen Stab (Zylinder) eines bestimmten Durchmessers, um den ein schmaler Papyrusstreifen gewickelt wird. Die Nachricht wird längs des Stabes auf den aufgewickelten Papyrusstreifen geschrieben. Auf dem abgewickelten Streifen stehen die Zeichen dann in permutierter Anordnung, und der Klartext ist nicht ohne weiteres abzulesen. Der Empfänger einer Nachricht musste den Papyrus auf einen Stab mit dem gleichen Durchmesser aufwickeln, um die Nachricht zu lesen. Der Schlüssel der Skytala ist demzufolge die Dicke des verwendeten Stabes.

Durch das Abwickeln des Bandes ändert sich die gegenseitige Stellung der Buchstaben zueinander. Die Buchstaben selbst bleiben unverändert, aber ihre Position im Text wechselt. Von der Sache her ist die Skytala eine Tabelle, in die der Text in Zeilen geschrieben und die Chiffre in Spalten abgelesen wird, siehe Transposition. Um das einigermaßen sicher zu machen, muss der Papyrus rundherum beschrieben sein. Gibt es hier Lücken, ist es leicht den Code zu entziffern.

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