Webprojekt: Sichere Datenübertragung

von Kareen Henkel, Susanne Helbig und Jan Kriener


2.2.1 Transposition

Dieses Verfahren ist ein Zweig der Kryptographie, bei dem durch anderes Anordnen der Buchstaben im Klartext der Geheimtext entsteht. Somit ergibt sich ein Anagramm.

Zum Beispiel kann man den Klartext "Tal" folgendermaßen verschlüsseln: tla, alt, atl, lat, lta. Das erweckt den Schein, dass solch eine Transposition sehr schnell aufgedeckt werden könne. Betrachtet man jedoch einen ganzen Satz oder einen Text aus mehreren Sätzen, so wird deutlich, dass es eine extrem hohe Zahl an Möglichkeiten gibt, eine Ver- bzw. Entschlüsselung durchzuführen. Das bietet zwar ein enormes Maß an Sicherheit, jedoch ergibt sich daraus auch ein Problem für den Empfänger, welchem es bei einer komplizierten Translation ähnlich wie einem ungewollten Leser ergeht. Es fällt ihm sehr schwer, das System zu erkennen und die Nachricht zu entschlüsseln.

Damit die Verwendung der Transposition auch im gewünschten Sinne funktioniert, müssen handliche Systeme verwendet werden.
Zum Beispiel könnte man einen Klartext auf zwei Zeilen schreiben, so dass der 1. Buchstabe des Textes auf der ersten, der 2. Buchstabe auf der zweiten Zeile und der 3. Buchstabe dann wieder auf der 1. Zeile erscheint. Und so weiter. Die resultierenden 2 Zeilen bestehen einzeln betrachtet aus Buchstaben, die beim Lesen keinen Sinn ergeben. Ein Außenstehender wüsste nichts damit anzufangen. Der Empfänger jedoch weiß über das System, welches relativ einfach ist, Bescheid und kann es mühelos entschlüsseln.

Dazu folgendes Beispiel:

Treff ist heute Nacht

t e f  s  h u e  a h
 r f  i t  e t  n c t

TEFSHUEAH   RFITETNCT


Ein weiteres Beispiel für eine Transposition ist das System, welches schon die alten Griechen bei ihrer Skytala nutzten.

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