Webprojekt: Sichere Datenübertragung

von Kareen Henkel, Susanne Helbig und Jan Kriener


8.12 Blaise de Vigenère

Blaise de Vigenère

Blaise de Vigenère lebte von 1523 bis 1596 in Frankreich und war nach dem Studium bei verschiedenen Herren im diplomatischen Dienst eingestellt. Bei einer diplomatischen Mission in Rom entdeckte er in einem Archiv die Arbeiten von Alberti und anderer Kryptologen. Schnell wurde aus dem anfangs nur praktischen Interesse ein Lebensziel: diese Schriften alle zu studieren und ein neues, mächtigeres Chiffriersystem zu entwickeln. 1570 gab er den Dienst auf und widmete sich seinen Interessen. 1580 veröffentlichte es sein Werk Traictè de Chiffres. Das Buch gibt einen genauen Stand der Kryptographie seiner Zeit wieder und enthält außerdem Goldmacherrezepte, Alchemie und japanische Ideogramme.
Die Stärke des neuen Verfahrens beruht darauf, dass nicht nur ein, sondern mehrere verschiedene Geheimtextalphabete genutzt werden. Dazu braucht man im ersten Schritt ein sogenanntes Vigenere- Quadrat. Unter dem Klartextalphabet sind 26 Geheimtextalphabete aufgelistet, jedes um einen Buchstaben gegenüber dem vorhergehenden verschoben. Die Auswahl des jeweiligen Alphabets erfolgte über das Schlüsselwort. Da die Vigenère - Methode mehrere Geheimtextalphabete verwendet, um eine Nachricht zu verschlüsseln, bezeichnet man dieser Verfahren als polyalphabetische Verschlüsselung.

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