2- aus- n Schema

S. Droste zeigte zum ersten Mal im Jahre 1996, dass man mehrere Folien übereinander
legen kann um das Originalbild zu entschlüsseln. Es kann auch mathematisch gesehen
werden in den man einfach 2n-1 rechnet. Das n steht für die Anzahl der Folien und
so kann man mögliche Kombinationen von Folien festlegen, die dann das Originalbild
erzeugt. Der Kontrast wird 1/ n berechnet. Dadurch wird verhindert, dass die nicht
qualifizierte Menge der Teilnehmer die Anzahl der Shares wissen.

2-aus-3 Schema
Das Originalbild setzt sich aus 3 unterschiedlichen Shares zusammen.
Die beiden ersten Muster werden zufällig gewählt und das dritte Muster muss abgestimmt
werden. Bei den helleren Punkt, welcher grau aussieht, sind drei von den vier Kästchen
schwarz und nur eins ist weiß.


Beispiel:
Anna und Laura mögen Eric nicht und wollen die Folie von Eric nach konstruieren.
Eric besitzt einen hellen Punkt, wenn die Folie von Anna und Laura übereinstimmen. Um
einen dunklen Bildpunkt zu codieren muss ein Punkt bei beiden Folien unterschiedlich
sein. Die Folie von dem Eric muss sich von den beiden Folien unterscheiden.
Annas Folie
und
Lauras Folie

Der erste Teil von deinen beiden Folien stimmt überein. Das heißt, dass die 3 * 3
Teilkästchen von Eric genau so aussehen werden. Bei den zweiten Teil ist oben rechts
das Teilkästchen schwarz so das der Eric in der oben rechts auch ein schwarzes Kästchen
haben muss. Wenn zwei weiße Teilkästchen von Anna und Laura übereinstimmen, dann ist ein
schwarzes Teilkästchen auf den Originalbild zu sehen. Der zweite und der dritte Block
unterscheiden sich, so dass die Folie von Eric sowohl von Annas Folie als auch von der
Lauras Folie abweicht.

Erics Folie

Nun wissen Anna und Laura wie die Folie von Eric aussieht und die beiden Mädels können
ihre Folien verändern, so dass der Eric ein falsches Bild sehen wird.
Bei diesem Beispiel wird Anna und Laura als Betrüger angesehen. In der visuellen Kryptographie
werden alle Teilnehmer, die in einen Rekonstruktionsvorgang eine Folie neu rekonstruieren als Betrüger
bezeichnet. Ein Betrüger ist erfolgreich, wenn er einen ehrlichen Teilnehmer dazu bringt, ein ähnliches
Bild zu akzeptieren.
Aber es gibt eigentlich kein absolut betrugssicheres System, denn bereits bei 100
Bildpunkten gibt es nur 2 Möglichkeiten pro Bildpunkt. Also die Wahrscheinlichkeit
liegt bei 2-100, da hatte man ja in Lotto eine größer Wahrscheinlichkeit um das Richtige
zu erraten.