Sicherheit des Verfahrens


Für eine sehr lange Zeit war die Methode des Chaocipher nicht bekannt. Doch auch heute, mit dem Wissen der Verschlüsselungstechnik, gibt es noch keine Möglichkeit, ohne bekannten Schlüssel aus einem mit diesem Verfahren hergestellten Geheimtext einen Klartext zu erzeugen. Das liegt einerseits an der ungeheuer großen Anzahl von Schlüsseln und andererseits daran, dass sich der Schlüssel im Vergleich zum einfachen Substitutionschiffre je nach Klartext von Buchstabe zu Buchstabe verändert. Dadurch ist es äußerst schwierig, die Lösung durch Probieren herzustellen. Schon eine falsche Buchstabenzuordnung im Schlüssel verändert den gesamten Klar- bzw. Geheimtext; Häufigkeitsanalysen der Buchstaben und Wörter versagen.

Um die Anzahl der Schlüssel zu ermitteln, muss man beachten, dass zwei unabhängig voneinander permutierte Alphabete vorhanden sind. Das heißt, theoretisch gibt es (26!)2 verschiedene Schlüssel (≈16∗1052). Schon bei einer einfachen Substitution entspricht das etwa der Anzahl von Wassermolekülen in einem Eimer voll Wasser. Daraus muss man dann das eine richtige Wassermolekül, bzw. den Schlüssel finden - bei einer Substitution mit unabhängig voneinander permutierten Alphabeten computertechnisch bis heute unmöglich.

Um einmal die Technik eines Substitutionschiffre bzw. einer Chaocipher-Verschlüsselung vergleichen zu können, sind hier zwei Links angeführt.