Erfinder

Louis Braille

Louis Braille wird am 4. Januar 1809 in Coupvray geboren. Die französische Gemeinde Coupvray liegt in der Region Île-de-France und damit ungefähr 50 Kilometer von Paris entfernt. In der Gemeinde Coupvray wuchs Braille mit seinen 3 Geschwistern auf. Sein Vater war Sattler. Louis Braille hatte sich in der Werkstatt seines Vaters am rechten Auge verletzt. Dies führte zu einer Infizierung des linken Auges. Es folgte eine Erblindung auf beiden Augen. Louis war zu diesem Zeitpunkt 5 Jahre alt.

Die Eltern von Louis lehrten ihm das Alphabet. Indem sein Vater für ihn die französischen Buchstaben mit Nägel auf Holz schlug. Man konnte schon früh erkennen, dass Louis sehr begabt und schlau war. Er ging auf die Blindenschule Valentin Haüy, dort lernte er ein interessantes System kennen. Valentin Haüy war der Begründer der Blindenschule. Mit Hilfe von Maria Theresia von Paradis konnte er sein System von der Blindenschrift verbessern. Louis Braille war auf einem Konzert von der blinden Komponistin Maria Theresia Paradis. Sie befand sich auf ihrer Europatournee als sie in Paris auftrat. Sie konnte auftreten, da ihr früherer Hauslehrer Wolfgang von Kempelen für sie eine Blindenschreibmaschine entwickelte. Dieses System nutzte Louis als Grundkonzept für seine Experimente in der Schusterwerkstatt seines Vaters. Er experimentierte bei seinen Versuchen mit dreieckigen, quadratischen und runden Lederstücke. Louis Braille interessierte sich auch für die Blindenschrift von Charles Barbier. Charles Barbier war ein Hauptmann in der französischen Armee. Er entwickelte die Nachtschrift. Seine Idee war, dass sich die Armee untereinander austauschen kann und dabei kein Licht benötigt. Durch die Blindenschrift musste keine Laterne angezündet werden und so konnte die gegnerische Armee sie nicht entdecken. In seiner Schrift verwendete er 12 Punkte. Es gab zwei senkrechte Reihen mit jeweils 6 Punkten, welche den 36 französischen Umlauten zugeordnet wurden. Da die Nachtschrift sehr kompliziert zu lernen war, konnte sich diese in der Armee nicht durchsetzen. Deshalb wendete sich Barbier an das Pariser Blindeninstitut und traf dort Louis Braille. Ihm gefall die Nachtschrift sehr und nannte sogar ein paar Verbesserungen. Barbier gang aber auf diese Vorschläge nicht ein, da er fand, dass Braille zu klein ist um ihn zu helfen.

Fazit: Louis Braille erfand die Brailleschrift mit Hilfe zweier früheren Konzepte. Er nutzte dabei das französische Alphabet. Deshalb wurde das w erst später für andere Länder hinzugefügt. Es war am Anfang nicht enthalten, weil es im französischen kein w gibt. Außerdem wurden viele Umlaute ins Braille übersetzt.