Prägemaschinen

Aufbau und Funktionsweise

Eine Prägemaschine ist eine der größten Hilfsmittel für Blinde, da sie das Punktschreiben für Blinde und Sehbehinderte ermöglicht. Eine Prägemaschine besitzt oft nur 6 bis 8 Tasten, davon ist eine Taste eine Leertaste und die anderen sind Funktionstasten. Manche Maschinen besitzen keine Leertasten, bei einer solchen Prägemaschine muss man eine beliebige Taste leicht Andrücken, dabei entsteht eine "Prägung". Diese Prägung gibt dann das Signal ab, um ein Leerzeichen zu setzen. Die einzelnen Buchstaben entstehen durch Anschlagen von mehreren Tasten. Die Schreibmaschinen nutzen spezielles Punktschriftpapier, welches stabiler ist als normales Schreibpapier.

Der Perkins-Brailler

Der Perkins-Brailler ist heute die am weitesten verbreitete Punktschriftmaschine. Er wurde nach dem Entwickler Thomas Handasyd Perkins benannt. Ihm gelang es eine der einfachsten Schreibmaschinen zum Schreiben von Punktschrift zu entwickeln. Bei seiner Maschine gibt es auch 6 Tasten, dabei erzeugt jede Taste genau einen Punkt der Brailleschrift.

Bei dieser Maschine von Perkins lassen sich die Tasten einzeln und auch zusammendrücken. So kann man die verschieden Buchstaben und Zeichen entstehen lassen. Außerdem besitzt die Maschine vorne eine Leertaste, eine Rücktaste und eine Zeilenschaltung. Der Zeilenrücktransport geschieht manuell mit einer weiteren Taste. Dies ist vergleichbar mit einer Schreibmaschine für Schwarzschrift, denn dort ist das dieses Verfahren gleich. Die Drehknöpfe, welche seitlich befestig sind, werden zum Weitertransport des Papiers genutzt. Das in einer Rolle gewickelte Papier wird am Anfang im Inneren der Maschine befestigt und wird dann beim Schreiben Zeile für Zeile ausgerollt. Außerdem ist der Perkins-Brailler sehr flexibel. Er kann statt Punktschriftpapier auch zum Beispiel selbstklebende Punktschriftfolie nutzen.

Technische Daten:

  • Maße: 390 x 210 x 150 mm
  • Max. 42 Zeichen pro Zeile
  • Formenabstand: 6 mm
  • Zeilenabstand: 10 mm
  • Gewicht: 4,56 kg