Verwendung

Lesen für Sehbehinderung

Die Organisation "Christoffel-Blindenmission" ermöglicht vielen blinden Kindern in ärmlichen Ländern den Zugang zu Bildung und damit den Weg aus der Armut. Die CBM-Projekte organisieren Lernmittel für Blinde und stark sehbehinderte Menschen durch Spenden. Im Jahr 2014 stellten sie 73.000 Bücher in Blindenschrift für Entwicklungsländer zur Verfügung. Außerdem boten sie Blindenschriftkurse an, bei denen sich rund 5.700 Schüler beteiligten. Viele Braille-Leser können ungefähr 100 Wörter in einer Minute lesen. Zum Vergleich ein sehender Leser schafft 250- 300 Wörter pro Minute.

im Alltag

Im Alltag erkennt man die Blindenschrift oft an Aufzügen in öffentlichen Gebäuden. Diese kennzeichnen die Stockwerktasten und auch die Notfalltasten auf der Brailleschrift. Auf dem unteren linken Bild sind die Notfalltasten eines Aufzuges dargestellt. Es zeigt die "Alarm" und die "Tür öffnen bzw. schließen" Tasten. Das Wort "Alarm" wird folgend übersetzt ⠁⠇⠜. Dabei steht das Zeichen ⠁ für A, das Zeichen ⠇ für L und das Zeichen ⠜ fasst den Rest zusammen (⠜ bedeutet Ä). Auf dem rechten Bild erkennt man die Stockwerktasten und dazu wird der Buchstabe auf Braille übersetzt. In diesem Bild ist ein Fehler, da der Buchstabe H das Zeichen ⠓ bedeutet. Auf dem rechten Bild wurde aber der Buchstabe j gekennzeichnet. Also hat der Hersteller den Buchstabe nicht spiegelverkehrt eingestanzt.

Außerdem findet man die Brailleschrift auch auf Verpackungen, vor allem bei Medikamenten. Auf allen Medikamentenverpackungen muss stehen:

  • Name des Arzneimittel
  • dem internationalen Freinamen
  • Name des Pharmaunternehmens
  • Packungsgröße
  • Verfallsdatum
  • Die Verpflichtung steht in 10 Abs. 1b des Arzneimittelgesetzes.

    Die Blindenschrift findet man auch auf Krankenversicherungskarten, auf Geldscheinen und manchmal auf Bücher, welche ins Braille übersetzt worden. In dem unteren Bild sieht man zwei Büchen. Das große Buch besitzt die Brailleschrift und darauf liegt das gleiche Buch für Sehende.