Internet-Projekt für Theoretische Mathematik

Spiralen in Naturwissenschaft, Technik und Kunst

Dieses Dokument wurde während der Pojektwoche duch Susanne Helbig, Kareen Henkel und Jan Kriener des Beruflichen Gymnasiums für Technik "Julius Weisbach" erstellt.

4. Forscher

4.1 Stephano de Angeli

Stephano de Angeli lebte von 1623 bis 1697 und studierte Mathematik an der Universität von Bologna. Ab 1644 unterrichtete er Literatur, Philosophie und Theologie bei Ferrara. Ein Jahr später unterrichtete er dies unter Einfluß von Cavalieri auch in Bologna. Er korrespondierte mit zahlreichen anderen Mathematikern, einschließlich mit Evangelista Torricelli und Vincenzo Viviani. Angeli war Rektor einer religiösen Einrichtung in Rom (die Jesuate befehlen) von 1647 bis 1652. 1662 zog er in ein Mönchkloster nach Venedig und wurde zum Prof. der Mathematik an der Universität von Padua ernannt. Angeli verließ die Jesuate Religion und ging in die Priesterschaft. Er ist vielen mathematischen Themen auf den Grund gegangen, unter anderen studierte er die Eigenschaften der Spiralen, Parabeln und Hyperbeln. Von ihm erschien im Jahre 1660 in Venedig die Abhandlung "De infinitorum spiralium spatiorum mensura" ("Über die Messung der Flächen der unbegrenzten Spiralen"). Darin stellt er durch einen allgemeinen Satz den Zusammenhang zwischen den Flächen von Spiralen und Parabeln höherer Ordnung her. Angeli untersuchte flüssige Reibungselektrizität, die auf Archimedes' Prinzip und Evangelista Torricellis Experimenten basieren. 1671 veröffentlichte er "Della gravita dell Arie e fluidi". Er betrachtete nebenbei auch die Körperbewegung, die zu einer sich drehenden Erde fallen. Er blieb jedoch der Mathematik bis zu seinem Tod im Jahre 1697 treu.

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Quelle: 'Lexikon bedeutender Mathematiker', 1. Auflage - Leipzig: Bibliograghisches Institut, 1990
Johanna Heitzer 'Spiralen - Ein Kapitel phänomenaler Mathematik', Klett Verlag