Albrecht Dürer wurde im Mai 1471 in Nürnberg geboren und starb
im April 1528 in Nürnberg. Er erhielt eine Ausbildung bei seinem
Vater (Glodschmied), danach bei dem Maler und Holzschnitt-Zeichner Michael
Wolgemut. Nach dem Aufenthalt in Staßburg und am Oberrhein, heiratete
er im Jahre 1494 in Nürnberg und reiste kurz darauf nach Venedig
(1494/95). Dort zeichnete er vor allem Aquarelle von Landschaften.
Dürer pflegte intensive Kontakte zu den Humanisten seiner Heimat.
1504 entstand durch ihn der Kupferstich von Adam und Eva, das als erstes
Ergebnis seiner Beschäftigung mit der Proportionslehre galt.
Ab 1509 war er Ratsherr in Nürnberg und ab 1512 auch für
Kaiser Maximilian tätig.
Dürer zeichnete die Holzschnitte der "Ehrenpforte" und des
"Großen Triumphwagens" sowie farbige Federzeichnungen zum Gebetbuch
des Kaisers.
Seine Werke bezeichnen den Höhepunkt der Spätgotik und den
Übergang zur Renaissance, vor allem seine Selbstbildnisse
drücken das Persönlichkeitsbewußtsein der Renaissance aus.
Er war der erste deutsche Künstler, der sich selbst malte.
Weiterhin beschäftigte er sich mit den Proportionen des Menschen und
dem Ringen um Vollkommenheit, der detailierten Darstellung von Landschaften,
Pflanzen und Tieren und mit dem für ihn wichtigsten Thema der
Darstellung der Passion Christi. Sein letztes großes Werk war
"Die vier Apostel".
Dürer ist jedoch auch auf dem mathematischen Gebiet bekannt geworden. Unter anderem befasste er sich mit der Spirale und bemühte sich bei ihr vor allem um explizite Konstruktionsvorschriften. In seiner "Unterweisung der Messung" gibt er für die archimedischen Spirale sowohl eine Kreisbogennäherung als auch eine punktweise exakte Konstruktion an. Er entwirft einen Bischofsstab, der eine verzierte Version der archimedischen Spirale darstellt, und zeigt, wie aus der ebenen Spirale eine konische konstruiert werden kann. Außerdem zeichnet er freihändig eine Spirale, die mit guter Näherung logarithmisch ist.