Carr, John Dickson

John Dickson Carr (1906 - 1977) wurde als Sohn schottischer Eltern in Uniontown, Pennsylvania, geboren. In seinen über 80 Romanen nimmt Carr die Tradition seiner großen Vorbilder Conan Doyle und G. K. Chesterton anspielungsreich auf.

Carr gehört zu den in der Geschichte und Literaturgeschichte nicht seltenen "gelernten" Europäern. Nie, auch nicht nach den vielen Jahren, die er später in Europa, vor allem in England lebte, hat er den bewundernden Blick des Fremden für die alte Welt verloren; stets schwingt in seinen in Frankreich, Deutschland oder Großbritannien spielenden Detektivromanen die Faszination mit, die den Einundzwanzigjährigen ergriffen haben muß, als er zum Studium nach Paris kam. "Unser Kontinent, das Alte", schlug ihn mit seinen "verfallenen Schlössern" und seinen "Ritter-, Räuber- und Gespenstergeschichten", von denen Goethe in seinem "Den Vereinigten Staaten" gewidmeten Altersgedicht spricht, in seinen Bann.

Ein weiteres Markenzeichen von Carr ist das Verbrechen in einem verschlossenen Raum, den keiner betreten oder verlassen haben kann und das trotzdem geschehen ist.

Daneben hat John Dickson Carr immer wieder auch historische Detektivromane geschrieben, oft um große Gestalten der Genregeschichte wie Wilkie Collins ("The Hungry Goblin", 1972).


Werke

  • Tod im Hexenwinkel
  • Der Tote im Tower
  • Die schottische Selbstmord-Serie
  • Die Schädelburg
  • Der verschlossene Raum
  • Der Gentleman aus Paris
  • Mord aus Tausenundeiner Nacht