Verjährt, aber nicht vergessen

Wer tötete den Regisseur Manfred Malter? Eine Antwort auf die Frage schien einfach, jedenfalls für Hauptmann Streiter, damals, im Jahr 1961, als das Verbrechen geschah. Er war sicher, das Motiv und den Täter zu kennen, nur er fand keine Beweise, so beharrlich, ja geradezu verbissen er auch suchte.

Mehr als sechsundzwanzig Jahre später fällt dem jungen Kriminalisten Rolf Liebmann beim Studium der alten Akte auf, daß er am eben jenem Tag geboren wurde, an dem Malter starb. Und wenngleich er nicht abergläubisch ist, hält er es doch für einen Wink des Schicksals, sich des ungeklärten Falles anzunehmen. Die Recherchen führen ihn mit Menschen zusammen, die - heute wie damals - meist nur ungern der Wahrheit die Ehre geben, und er muss erfahren: Die Vergangenheit ist nicht tot, sie ist nicht einmal vergangen. Und auch den inzwischen pensionierten Hauptmann Streiter bringen die späten Erkenntnisse nicht nur die Befriedigung, endlich auf den richtigen Weg geraten zu sein.