Der Tod wartet vor dem Fenster

Wenn ein Major die Leitung der Milizwache in einem kleinen Warschauer Vorort übernimmt, so müssen dafür außergewöhnliche Gründe vorliegen. Sie liegen vor: Der frühere Kommandant ist ermordet worden, und die Untersuchungskommission unter der Leitung des jungen Hauptmanns Lewandowski fahndet vergeblich nach dem Täter, zumal sich kein auch nur einigermaßen plausibles Tatmotiv finden läßt.

Der Chef der zuständigen Wojewodschaftskommandantur beauftragt schließlich Major Niewarowny, unabhängig von Lewndowski den Fall zu untersuchen. Die beiden sind in gewissem Sinne Rivalen: Der Hauptmann schwört auf die modernen wissenschaftlichen Fahndungsmethoden und war damit erfolgreicher als der Major; Niewarowny ist ein Verfechter der alten "individualistischen" Schule, für ihn sind Intuition und Einfühlungsvermögen das wichtigste. Als Nachfolger des Ermordeten macht er sich eingehend mit dem örtlichen Milieu vertraut und stößt dabei auf eine Spur, die ihm anfangs selbst unwahrscheinlich vorkommt. Dennoch ist am Ende zwar der Fall eindeutig gelöst, nicht aber die Frage: Wissenschaft oder Intuition?