Es reicht doch, wenn nur einer stirbt

Angst ist das besondere Fluidum dieses Kriminalromans. Sie steht in den Gesichtern von dreiundzwanzig Gymnasiasten, die sich plötzlich in der Gewalt eines Geiselnehmers sehen, sie spiegelt sich in den Reaktionen des Mannes, der aus Verzweifelung und Hilflosigkeit zu diesem Amoklauf angetreten ist, um ein einziges Mal in seinem Leben Gerechtigkeit zu erzwingen, sie senkt sich schließlich über eine ganze Stadt - eine bundesdeutsche Kleinstadt wie jede andere auch -, sie löst sich in tausend kleine und große Ängste auf und bringt ans Tageslicht, was nach Meinung "ehrenwerter" Bürger besser im Dunkeln geblieben wäre. Und hinterläßt beim Gehen Spuren.