Drei Flaschen Tokaier

Jörg Paulsen, ein junger Bursche von achtzehn, wird in einer mittelgroßen Stadt in der DDR unter schwerwiegendem Mordverdacht verhaftet; zahlreiche Indizien sprechen dafür, daß er im Alkoholrausch einen Mann getötet und beraubt hat. Die verantwortlichen Kriminalisten haben es mit einem Fall zu tun, der anfänglich durch äußere Glätte und Eindeutigkeit besticht und eine schnelle Lösung verspricht. Dennoch nutzen sie einen kleinen, zunächst als nebensächlich empfundenen Hinweis, um den Tathergang erneut zu rekonstruieren und Antwort zu finden auf die Frage: Hat Paulsen wirklich gemordet? Der Roman verbindet die Klärung eines spannenden Falles mit moralischen Problemen, er macht deutlich, daß die sorgfältige Arbeit eines Kriminalisten den Nachweis der Schuld eines Verdächtigen ebenso einschließen muß wie den seiner möglichen Unschuld.