Am Sonntag blieb der Rabbi weg

Tod durch Ersticken, stellt der Arzt fest: Der junge Mann hat innerhalb eines kurzen Zeitraums große Mengen Whisky zu sich genommen; die Alkoholvergiftung hat zu einer Lähmung des Atemzentrums geführt - Exitus. Moses, genannt Moose, Carter ist erstickt, das steht außer Zweifel; und daß er eine halbe Flasche Whisky auf einmal heruntergeschüttet hat, wird von mehreren Zeugen bestätigt. Aber dann stellt sich heraus, daß ihm jemand einen Möbelüberzug aus Plastikfolie eng um den Kopf gewickelt hat, während er seinen Rausch ausschlief - also Mord. Hugh Lanigan, der Polizeichef des New England-Städtchens Barnard's Crossing, fahndet nach dem Mörder. Er hat die Auswahl zwischen einer ganzen Reihe von Verdächtigen: Da sind die Teilnehmer an dem Picknick am Strand, nach dem Moose gestorben ist; da ist der junge Neger, den der Tote bis zur Weißglut gereizt hatte; da ist auch der Arbeitgeber des Ermordeten, von dem die Polizei annimmt, er sei möglicherweise Mitglied eines Rauschgiftrings - und in Mooses Taschen ist Marihuana gefunden worden... Dann wird im nahen Boston ein zweiter Toter entdeckt; ein Mann, von dem einwandfrei feststeht, daß er Rauschgifthändler war. So stellt sich die Frage, ob zwischen den beiden Verbrechen ein Zusammenhang besteht. Der Polizeiapparat läuft auf Hochtouren. Unterdessen hat Rabbi David Small wieder einmal Ärger mit seiner Gemeinde - oder sie mit ihm; das ist Auffassungssache. Die ehrgeizigen Sozialpläne des neuen Synagogenvorstands stoßen auf Ablehnung konservativer Gemeindemitglieder; eine Spaltung der Gemeinde droht, und der Rabbi überwirft sich mit allen Beteiligten. Und eben da geschieht der erste Mord. Er geschieht in dem Haus, in dem die Konservativen die neue Synagoge einrichten wollten. Einige Mitglieder der jüdischen Gemeinde sind in der Tat verdächtig. So kommt es, daß sich der Rabbi nolens volens wieder einmal in einen Mordfall hineingezogen sieht - und diesmal erweist sich Polizeichef Lanigan als eine harte Nuß.