Flächenland

Ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur (erschienen 1884), in dem ein altes Quadrat berichtet, wie die Bürger von Flächenland leben und was in Raumland passierte. Eine geometrische Humoreske, die etwas vom Geist Lewis Carrolls hat - und ein Plädoyer für die Freiheit riskanten Denkens in einer exakt ausgetüftelten Welt, in der das Mögliche größere Rechte genießt als das Wirkliche.

"Wenn unsere höchst spitzwinkligen Dreiecke der Soldatenklasse gefährlich sind, wird es ohne weiteres einleuchten, daß unsere Frauen eine noch viel größere Gefahr darstellen. Denn ist ein Soldat ein Keil, so ist eine Frau eine Nadel..." Der erste Teil dieser scharfsinnigen und vergnüglichen Geschichte ist eine höchst amüsante Beschreibung von Flächenland, der zweidimensionalen Heimat des alten Quadrats, das als Erzähler auftritt. Treffende Seitenhiebe werden da ausgeteilt, denn Flächenland unterscheidet sich nur in seiner Dimensionalität von unserer Welt. Im zweiten Teil reist der Erzähler selbst in andere Dimensionen, zunächst nach Linienland, schließlich sogar in die Welt einer Kugel und erfährt, sozusagen am eigenen Leib, was es mit den Dimensionen auf sich hat. Bei "Flächenland" handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um einen mehrdimensionalen Roman. Und der Leser, je nachdem, wie er gestimmt ist, kann es in der einen oder anderen Dimension lesen: mit dem Kopf allein, mit dem Herzen oder mit dem Bauch oder auch mit allen dreien zusammen.