Der Schein der Weisen

Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Leben

"Wir irren uns, wenn wir glauben, wir irrten uns nur ausnahmsweise. Das Gegenteil trifft zu: Wir irren uns ständig und systematisch."

Die Autoren, bekannt durch ihren Statistik-Bestseller "Der Hund, der Eier legt", erzählen die Geschichte der cleveren Anwältin Vera Priori und die des Arztes und Forschers Dr. Thomas Vielgut, der voll in seiner Forschung aufgeht. Die beiden - und mit ihnen die Leser - erleben allerhand skurrile Abenteuer. Sie begegnen seltsamen Gestalten wie der Taxiunternehmerin Zufa Lässig, der exaltierten Zsa Zsa Zecke, Willi Waasnich, dem Gärtner (aber ist er wirklich der Mörder?), und Kommissar Frek Wentist. Alle zusammen machen sie die Erfahrung, wie schnell man sich im Alltag - an der Börse, in Wissenschaft, Medizin und Juristerei - in den Fallstricken der Logik verfangen kann. Forscher Thomas Vielgut wird zum Skeptiker und weiß schließlich: Was wir zu wissen glauben, ist vom Wissen weit entfernt.

Aus der Farbe des Abendhimmels schließen wir auf das Wetter von morgen. Aus dem, was wir von einer Person wissen, auf das, was wir dieser Person zutrauen; aus Indizien auf Täter; aus Nachrichten auf zukünftige Börsenkurse. Was so schlüssig klingt, kann trotzdem falsch sein, lautet die Quintessenz der Autoren. Denn durch Verallgemeinerung von Information und verinnerlichte Denkraster ist uns der Blick auf die eigentliche Aussage von Statistiken oft verstellt. Daß dies fatale Folgen im Zusammenhang mit Rechtsprechung, Medizin und Wissenschaft haben kann, ist die ernste Komponente dieses ansonsten hoch vergnüglichen Buches für Querdenker, die es genießen, sich durch skeptisches Denken den Kopf verdrehen zu lassen.