Es sei ein Verband. Dann sind die folgenden beiden Distributivitätsaxiome äquivalent.
(1)
(2)
jeweils für alle aus .
Gilt nämlich etwa (1), so folgt
. Wegen der
Kommutativität
und der
Absorptionsgesetze ist die erste Hälfte der rechten Seite aber gleich
und auf die zweite Hälfte läßt sich nochmals (1)
anwenden. Man erhält also
.
Mit der
Assoziativität und den Absorptionsgesetzen folgt hieraus aber (2).
Den Beweis für die umgekehrte Implikation erhält man hieraus, indem
man überall die Verknüpfungssymbole
und
vertauscht.
Man nennt daher einen Verband , der eine (und daher beide) der Bedingungen (1) und (2) erfüllt, einen distributiven Verband.
Beispiele für distributive Verbände
Die folgenden beiden, durch ihre Cayley-Tafeln beschriebenen Verbände sind beide nicht distributiv. Man kann sogar zeigen, daß jeder nicht-distributive Verband einen Teilverband enthält, der zu einem dieser beiden Verbände isomorph ist. Daher ist jeder Verband mit höchstens vier Elementen distributiv.
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Dieser Verband ist nicht distributiv wegen und
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Dieser Verband ist nicht distributiv wegen und