Unter den natürlichen Zahlen wird hier die Menge verstanden, die mit ihrer natürlichen Anordnung versehen sein soll.
Auf dieser Menge ist als eine innere Verknüpfung die gewöhnliche Addition + definiert. Sie ist bekanntlich assoziativ und kommutativ und die Zahl 0 ist neutrales Element dieser Verknüpfung. Es handelt sich also bei um ein kommutatives Monoid.
Andererseits ist auf auch die gewöhnliche Multiplikation * als innere Verknüpfung definiert, die ebenfalls assoziativ und kommutativ ist und für die die Zahl 1 neutrales Element ist. Also ist auch ein kommutatives Monoid.
Man kann aber auf auch die durch für alle a und b aus definierte Verknüpfung * betrachten. Sie ist nicht nur assoziativ und kommutativ, sondern auch idempotent, besitzt aber kein neutrales Element. Es handelt sich also bei um eine (kommutative und idempotente) Halbgruppe, die kein Monoid ist.
Ändert man die Verknüpfung aus dem vorigen Beispiel zu , so erhält man ein kommutatives und idempotentes Monoid , denn die Zahl 0 ist nun neutrales Element.
Da für die gewöhnliche Addition + und Multiplikation * natürlicher Zahlen die beiden Distributivgesetze gelten, handelt es sich bei um einen kommutativen Halbring mit absorbierendem Nullelement 0 und Einselement 1.
Man prüft durch einfache Fallunterscheidungen leicht nach, daß für alle aus die Gleichungen
sowie
gelten. Daher sind auch und Halbringe.
Da es sich bei min und max um die beiden Verbandsoperationen in der linear geordneten Menge handelt, bilden sowohl als auch einen distributiven Verband, also ebenfalls je einen Halbring.
Die multiplikativen und additiven Eigenschaften dieser Halbringe bzw. die Existenz neutraler Elemente ergeben sich aus den Bemerkungen über die entsprechenden Halbgruppen weiter oben.