Es sei eine natürliche Zahl und der Restklassenring der ganzen Zahlen modulo . Weiterhin sei die Gruppe der Einheiten des multiplikativen Monoids . Man nennt diese (offensichtlich abelsche) Gruppe, die prime Restklassengruppe modulo . Dabei liegt die Restklasse (mit ) aus genau dann in , wenn und teilerfremd sind, d. h. wenn gilt. Für existieren nämlich ganze Zahlen und mit , wie man aus der Anwendung des euklidischen Algorithmus zur Bestimmung von ersieht. Hieraus ergibt sich in die Gleichung . Für zeigt dies gerade die Invertierbarkeit von . Für gibt es aber eine ganze Zahl mit und . Es folgt für , d. h. in diesem Fall ist Nullteiler und damit sicherlich nicht invertierbar.
Man bezeichnet mit die Ordnung von und nennt diese Funktion die Eulersche phi-Funktion. Nach den obigen Überlegungen ist gerade die Anzahl der zu teilerfremden Zahlen aus der Menge Dabei sind genau für eine Primzahl alle diese Zahlen zu teilerfremd, so daß für alle natürlichen Zahlen gilt
(1)
Satz (Euler) Sind und ganze Zahlen mit , so gilt
(2)
Beweis: Wegen ist in der primen Restklassengruppe enthalten und diese hat die Ordnung phi(n). Aus dem Satz von Lagrange folgt für die Ordnung der von erzeugten zyklischen Untergruppe von . Hieraus folgt in bzw. in . Dies ist aber gerade (2).