Studienablauf und Studienziel

Das Studium gliedert sich in zwei Teile, ein viersemestriges Grundstudium, das mit einer Diplom-Vorprüfung abgeschlossen wird, und ein ebenfalls viersemestriges Hauptstudium, das mit der Diplom-Prüfung endet. Dabei schließ t die Diplom-Prüfung auch die Anfertigung einer schriftlichen Diplom-Arbeit ein, die in der Regel im neunten Semester erfolgt. Die Regelstudiendauer im Studiengang Angewandte Mathematik beträgt daher neun Semester.

Das Diplom des universitären Studienganges Angewandte Mathematik ist der berufsqualifizierende Abschluß des Studiums. Es bestätigt gleichzeitig die Befähigung zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit und hebt sich im Niveau deutlich von Abschlüssen anwendungsorientierter Studiengänge an Fachhochschulen ab. Das breite Einsatz-Spektrum eines Diplom-Mathematikers dieses Studienganges verlangt einen flexiblen Absolventen, der sich die Spezifika seines Berufseinsatzes in Kooperation mit Vertretern anderer Fachgebiete aneignen kann und darüber hinaus in der Lage ist, an der Lösung neuer und immer komplexer werdender Aufgabenstellungen der Praxis innovativ mitzuwirken.

Ziel der Ausbildung ist zunächst die Vermittlung eines soliden und hinreichend breiten mathematischen Grundwissens und mathematischer Methoden, die verbunden ist mit einer gründlichen und praktikablen Ausbildung im Fach Informatik. Im Rahmen der Vertiefungsrichtungen werden die Studenten während des Hauptstudiums in einem mathematischen Teilgebiet mit Ergebnissen aktueller Forschung konfrontiert, die zugleich die Basis zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit in der Diplomphase bilden.

Die Diplomarbeit dient zum einen dem Nachweis, daß der Student sich in seinem Studium die mathematische Denk- und Arbeitsweise angeeignet hat und die präzise Fachsprache der Mathematik beherrscht. Zugleich hat sie die Funktion eines Trainings unter Anleitung für den künftigen Berufseinsatz, indem ein Projekt wissenschaftlich bearbeitet wird. Hierfür sind in der Regel die im Studium erworbenen Fähigkeiten zur Abstraktion, zur Ausnutzung vorhandener Ergebnisse zu deren Weiterentwicklung oder Anwendung, zur Analyse von Sachverhalten hinsichtlich immanenter mathematisch beschreibbarer Struktur und anschließ ender Modellbildung, gegebenenfalls bis hin zur numerischen Lösung erforderlich.