Pierre de Fermat

Pierre Fermat

Pierre de Fermat wurde am 17.08.1601 in Beaumont-de-Lomagne geboren und starb am 12.01.1665 in Castres.

Fermat war Sohn eines Lederhändlers, studierte Rechtswissenschaften, wurde Anwalt und später Parlamentsrat. Nur in Mußestunden beschäftigte er sich mit Mathematik. Fermat schloß sich einer Gruppe von Experimentalwissenschaftlern und Naturphilosophen (Virtuosi) an, die auf seine weitere Tätigkeit großen Einfluß ausübten.

Durch das Studium der antiken Mathematik, vor allem der Schriften von Euklid und Apollonios, sowie die Rekonstruktionsversuche der verlorengegangenen Bücher der "Konika" des Apollonios, wurde er auf die Behandlung geometrischer Örter geführt. Als Ergebnis entstand die Schrift "Ad locos planos et solidos isagoge". Hiermit entwickelte er wesentliche Gedanken der analytischen Geometrie. Aus den Werken von Pappos stammte die Anregung zur Extremwertregel, die Fermat zur Studie "Über Maxima und Minima" führte. Auch in der Wahrscheinlichkeitsrechnung hat Fermat Wesentliches geleistet.

Berühmt geworden ist der Große Fermatsche Satz: "Für alle n > 2 ist die Gleichung

xn + yn = zn

nicht in ganzen Zahlen x, y, z zu lösen." Dieser Satz wurde aber erst 1994 von dem englischen Mathematiker Andrew Wiles bewiesen.

Der Kleine Fermatsche Satz

ap-1 = 1 modulo p, falls a und p teilerfremd sind,

wurde dagegen von Fermat selbst bewiesen.

Fermat beschäftigte sich auch mit Spiralen. Es wurde eine Spirale nach ihm bennant, die Fermatsche Spirale.

Auch mit einer gewissen Klasse von Primzahlen ist sein Name verbunden.