William Rowan Hamilton

William Rowan Hamilton wurde am 4. August 1805 in Dublin als viertes von neun Kindern seiner Eltern geboren. Als er ein Jahr alt war gaben ihn diese zur Erziehung an seinen Onkel James ab. Bereits im Alter von fünf Jahren konnte er fließend Latein, Griechisch und Hebräisch lesen. Im April 1827, als Student am Trinity College in Dublin, schrieb er einen Artikel, der zusammen mit späteren Ergänzungen im Jahre 1835 die Royal Medal der Royal Society gewann. Schon im Juni 1827 wurde er zum Königlichen Astronomen und Andrews-Professor für Astronomie am Trinity College ernannt. Wenige Tage nach seinem 30 Geburtstag wurde er geadelt.

Im Jahre 1833 veröffentlichte er eine Arbeit, in der er die imaginäre Einheit i aus der Schreibweise für komplexe Zahlen eliminierte, indem er diese als Paare reller Zahlen schrieb. Viele Jahre lang suchte er vergeblich nach einer Erweiterung der Multiplikation solcher Paare für Tripel. Schließlich kam ihm die entscheidende Idee 4-Tupel zu verwenden und auf die Kommutativiät der Multiplikation zu verzichten. Die Quaternionen waren gefunden. Er schrieb zahlreiche Arbeiten, um deren Nutzen bei der Behandlung physikalischer Probleme zu zeigen. Jedoch zog man die von Gibbs entwickelte Vektoranalysis vor, nicht zuletzt, weil Hamiltons Arbeiten nur schwer zu lesen waren.

Hamilton starb am 25 September 1865. In der Linearen Algebra ist sein Name mit dem berühmten Satz von Cayley-Hamilton verbunden, in der Graphentheorie mit dem Namen von Wegen durch einen Graphen, die jeden Knoten genau einmal durchlaufen.