Hypatia

Hypatia war die Tochter des Theon von Alexandria und die erste Mathematikerin, von der wir wissen. Sie studierte Astronomie, Astrologie und Mathematik, wobei sie sich zum größten Teil der Mathematik widmete.

Hypatia schrieb Kommentare zu Diophant und Apollonius, der sich mit Kegelschnitten beschäftigte. Der spätere Bischof Synesios nannte sie "Mutter, Schwester und verehrte Lehrerin". Trotz ihrer Freundschaft zu verschiedenen Christen blieb sie ihrem Glauben treu und pflegte auch die Freundschaft zu dem römischen Präfekten Orestes, ein erbitterter Gegner des Bischofs Kyrillos. Die Christen beschuldigten sie, Orestes gegen Kyrillos aufgehetzt zu haben.

Im Jahre 418 wurde sie bei einer Heimfahrt vom christlichen Pöbel aus ihrer Kutsche geholt, zur Kirche geschleppt, ausgezogen und mit Scherben ermordet. Ihre Leiche wurde in Stücke gerissen und verbrannt.

Eine andere unverzeihliche Tat von Christen war im Jahre 392 der Befehl von Theodosius, alle "heidnischen" Tempel zu zerstören. Dabei wurden auch die Reste der großen Bibliothek von Alexandria vernichtet, die im Serapistempel gelagert waren, nachdem ein Teil bereits den Kämpfen zur Zeit Caesars zum Opfer gefallen war.

Das Leben und der Tod der Hypatia (und ihres Vaters Theon) stehen auch im Mittelpunkt des spanischen Films Agora - Die S&auuml;len des Himmels aus dem Jahr 2009.