Roger Cotes gab der
hyperbolischen Spirale zweiter Ordnung,
das heißt der Inversen der
fermatschen Spirale, wegen ihrer
Ähnlichkeit mit einem bischöflichen Krummstab den Namen "Lituus".
Wie auch bei den hyperbolischen Spiralen erster Ordnung gilt für den
Lituus: Wählt man in Polarkoordinaten Gleichungen, bei denen zwischen
Radius und Polarwinkel (oder einer Potenz des Polarwinkels) eine
entgegengesetzte Proportionalität besteht, so erhält man
ebenfalls Spiralen. Wegen der Ähnlichkeit zu Hyperbeln im kartesischen
Koordinatensystem spricht man von hyperbolischen Spiralen. Nähert
sich die Größe des Winkels phi dem Wert 0, so zeigen hyperbolische
Spiralen ein asymptotisches Verhalten und können Wendepunkte besitzen.
Strebt phi gegen unendlich, so wird das Zentrum in immer enger
werdenden Windungen umrundet, jedoch nie erreicht.


| Gleichung: | r2 = a2/phi ; (a ungleich 0) |
| Definitionsbereich: | phi >= 0 |
| Tangentenwinkel: | gamma = -arctan(2*phi) |
| Flächenelement: | dA = (a2/2)*phi-1 dphi |
| Bogenelement: | ds = sqrt(1 + (a/r)4)dr |
| Krümmungsradius: | rho = (r2 + r6)/(4*a4)3/2/(r2 - r6)/(4*a4)) |