Diese Spiralart wir in Polarkoordinaten durch Gleichungen der Form
(mit positiven reellen
Zahlen r0 und a)
beschrieben. Bei ihr wächst der Radius exponentiell mit dem Polarwinkel.
Umgekehrt hängt der Polarwinkel logarithmisch vom Radius ab und man
spricht daher von einer logarithmischen Spirale. Der Faktor r0 ist
der Radius eines
Anfangspunktes auf der Polarachse. Durch eine geeignete Änderung des
Maßstabs kann man immer erreichen.
Von diesem Punkt laufen die Windungen
über positive und negative Polarwinkel nach außen und innen.
Der Windungsabstand nimmt dabei mit wachsender Entfernung zum Zentrum zu.

| Gleichung: | r = e^(a )
; (a > 0) |
| Definitionsbereich: | IR |
| Tangentenwinkel | =
arctan(1/a) |
| Flächenelement: | dA = 1/2*e^(a )
d![]() |
| Bogenelement: | ds = sqrt ( 1 + 1/a² ) dr |
| Krümmungsradius: | = r * sqrt ( 1 + a² ) |
Eine wunderbare logarithmische Spirale kann man bei einem lebenden Fossil, dem Nautilus finden. Hier wird auch deutlich, daß logarithmische Spiralen bei biologischen Wachstumsprozessen eine überaus wichtige Rolle spielen.
Das Perlboot, Nautilus pompilius, ist - zusammen mit seinen nächsten Verwandten wie Nautilus macromphalus oder Allonautilus scrobiculatus - der l etzte Vertreter der Kopffüßer (Cephalopoden, "Tintenfische"), die eine Außenschale besitzen. Bei dieser Gruppe befindet sich der Weichkörper im vorderen Teil des Gehäuses (Wohnkammer). Der hintere, durch Wände (Septen) unterteilte und z. T. mit Flüssigkeit, meist aber mit Gas gefüllte Bereich (Phragmokon), dient dem Auftrieb.
Die heutigen Vertreter der Nautiliden leben in Wassertiefen bis zu
600 m, meist um 400 m, nur
selten beobachtet man sie nahe der Wasseroberfläche. Soweit man dies
in Erfahrung bringen konnte, halten sich die Tiere am Boden oder in
Bodennähe auf. Ihr Verbreitungsgebiet sind die tropischen Meere
außerhalb der Korallenriffe, die die Inseln des westlichen Pazifiks
umgeben.
Die Betrachtung der Kerne im Fruchtstand der Sonnenblume zeigt,
daß sich hinter den auf den ersten Blick zufällig erscheinenden
Anordnungen tiefere mathematische Gesetzmäßigkeiten stehen
können.
Die Kernanordnungen bei der Sonnenblume sind ein Beispiel
für ein Phänomen, welches in der Botanik mit dem Begriff
"Phyllotaxis" (=Blattabstand) bezeichnet wird.
Die meisten Pflanzen bilden in regelmäßigen Abständen neue Blätter. Die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten der Blattstellung zu untersuchen, ist ein eigenes Wissenschaftsgebiet. Eine der wichtigsten Beobachtungen ist, dass zeitlich aufeinanderfolgende Blätter mit sehr geringen Abweichungen stets den gleichen, für die jeweilige Pflanze charakteristischen Winkel einschließen.
Dem liegt die Tatsache zugrunde, dass Wachstumsprozesse von Pflanzen in der Regel einer logarithmischen Spirale folgen. Deutlich wird dies zum Beispiel bei gewissen Bäumen wie Ulme, Linde, Buche oder Haselnuss, aber auch bei Annanas und Tannzapfen kommt eine spiralige Anorgnung zur Geltung.