Brunnen von Hannsjörg Voth

Ein besonders durchdachtes und beeindruckendes Beispiel zur Bedeutung der logarithmischen Spirale schuf 1996/97 der Projektkünstler Hannsjörg Voth in der marokkanischen Wüste. Es handelt sich um eine ca. 260 m lange Steinmauer, die aus neun, einem Goldenen Rechteck einbeschriebenen Kreisbögen zusammengesetzt ist. Im Pol dieser Spirale befindet sich ein Brunnen, zu dem eine Wendeltreppe hinabführt. Nach Voth steht das monumentale Kunstwerk für den ewigen Wechsel von Werden und Vergehen, denn "in Wahrheit kennt keine Spirale ein Ende - nicht einmal das Ende der Welt".