Riesenturmschnecke Campanile giganteum aus
dem Alttertiär des Pariser Beckens. Die
Größe des abgebildeten Exemplars
beträgt 40 cm.
Die Schnecken sind die häufigsten Weichtiere mit einer Entwicklungsgeschichte, die schon im frühen Erdaltertum vor über 500 Millionen Jahren begann und bis in die Gegenwart reicht. Mit über 100000 Arten stehen die Schnecken hinter den Insekten an zweiter Stelle im Tierreich. Sie erreichten im Tertiär ihre größte Bedeutung im Meer, im Süßwasser und auf dem Land. Neben den Muscheln sind sie die wichtigsten Leitfossilien dieses Zeitabschnitts.
Man kennt heute Schnecken, die nur Millimeter groß
sind, aber auch solche mit bis zu 90 cm langen
Gehäusen, wie die Riesenschnecke Syrinx
aruanus. Die hier abgebildete Schnecke ist
eine Ausnahme unter den fossilen Schnecken. Sie war
Bewohnerin eines Meeres, das im mittleren Eozän
vor rund 50 Millionen Jahren aus dem Gebiet der
heutigen Nordsee in den Pariser Raum vorgedrungen
war und fossilienreiche Sedimente hinterlassen hat.