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ARCHIMEDES lebte im dritten vorchristlichen Jahrhundert (287-212 v.Chr.)
in Syrakus auf Sizilien als eine Art Hofmathematiker des Königs Hieron.
Die für einen Mathematiker dieser Zeit ungewöhnlich genaue Kenntnis
seiner Lebensumstände ist der Tatsache zu verdanken, dass Archimedes
nicht nur Mathematiker, sondern auch Physiker und Techniker war: Seine
als Konstrukteur bekannten Fähigkeiten machte ihn für die römische
Geschichtsschreibung interessant. Hinter diesen technischen Anwendungen
stehen ARCHIMEDES Erkenntnisse über Gesetzmäßigkeiten der
Physik. Als Erster untersuchte er systematisch Probleme der Mechanik und
lieferte eine mathematische Theorie des Wägens und der schwimmenden
Körper (Auftriebsprinzip). ARCHIMEDES beschäftigte sich auch
mit Spiralen. Er definierte sie mit folgendem
Satz.
"Wenn ein Halbstrahl sich innerhalb einer Ebene um seinen Endpunkt mit
gleichförmiger Geschwindigkeit dreht, bis er wieder in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt, gleichzeitig aber sich ein Punkt auf diesem Halbstrahl
mit gleichförmiger Geschwindigkeit vom Endpunkt des Halbstrahls aus
bewegt, so wird der Punkt eine Spirale beschreiben." Was ARCHIMEDES zur
Beschäftigung mit Spiralen Anlaß gab, kann nicht endgültig
geklärt werden. Sicher ist jedoch dass ihm die Art der Formgebung
aus der täglichen Erfahrung bekannt war.
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