Erfahrungsbericht zur diesjährigen 17. Frühjahrsakademie
der TUBAF
Auch in diesem Jahr war ich studentischer Betreuer vieler
interessierter SchülerInnen, welche Mathematik oder Informatik
studieren wollen. Neben vielen interessanten Vorlesungen über die
Bereiche der Mathematik hatten wir auch wieder ein kulturelles Programm.
Am Montag begann es mit dem Begrüßungsabend der Fachschaft,
den Studenten der Fakultät. Dort gab es neben einem reichhaltigem
Buffet und einem kleinen Gewinnspiel auch die Möglichkeit, mit den
Professoren und Studenten direkt zu sprechen. Im Anschluss gingen wir
gemeinsam zum Pi-Haus, wo wir übernachten sollten.
Am nächsten Morgen winkten die ersten echten
Mathematikvorlesungen, in denen nicht nur zugehört werden musste,
sondern man direkt an PCs der Universitätspools arbeiten durfte.
Nach einer Domführung und einer letzten Vorlesung war für
diesen Tag nix weiter geplant. Aus diesem Grund beschlossen wir, abends
gemeinsam zu kochen, wie es auch Studenten tun.
Der Mittwoch stellte mit einer Einfahrt in das Besucherbergwerk "Reiche
Zeche", sowie einem Besuch der Terra Mineralia im Schloß
Freudenstein den krönenden Abschluss der 17.
Frühjahrsakademie dar.
Alles in allem war es wieder einmal eine sehr gut gelungene
Möglichkeit für Schüler, einen Einblick in das Leben
eines Studenten der Fakultät 1 zu bekommen.
Martin Reinhardt
(Student der Fakultät 1)
Die 17. Frühjahrsakademie der
Fakultät 1 der TU Bergakademie Freiberg
Beginn der Veranstaltung war Montag,
der 08.03.2010, 10.30 Uhr in der Lampadiusklause. Nach einer kurzen
Begrüßung gingen die 8 Schüler, welche in Freiberg
übernachteten, zusammen mit ihrem Betreuer für diese Tage,
dem Angewandte-Mathematik-Studenten Martin, ins Pi-Haus, einer
geräumige und einladende Jugendherberge. Schnell lernte man sich
kennen, Teilnehmer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und
Brandenburg waren gekommen, vier Tage lang einen Eindruck zu erhalten,
was es heißen würde, in Freiberg zu studieren. Und ihre
hohen Erwartungen wurden keineswegs enttäuscht: Interessante
Vorlesungen zu den Themen Kryptographie, Spieltheorie und Optimierung,
Boolesche Funktionen, Quaternionen und Numerik öffneten die Pforte
zu einer neuen Sicht auf die Welt der Mathematik - fernab jeglicher nun
vollkommen banal wirkender Schulmathematik, besser: Hin-und
Herrechnerei. Unser aller mathematischer Horizont wurde durch die
Vorlesungen, welche extra auf unsere doch bisher eingeschränkten
Kenntnisse der Materie ausgerichtet waren, erweitert.
Neben den Uni-Veranstaltungen wurde
uns auch ein ansprechendes kulturelles Programm geboten: Eine
Stadtführung, Dombesichtigung, Bergwerkserkundung 150m unter Tage
und Führung durch die Ausstellung „terra mineralia“ ließen
so manches mathematisches Problem in Vergessenheit geraten. Ein
wirklich kurzweiliges und faszinierendes Programm wurde uns geboten und
die Uni zeigte sich von ihrer besten Seite.
Mir gefielen die Tage in Freiberg
sehr gut und festigten den Wunsch, dort ein mathematisches Studium zu
beginnen. Besonders gefielen mir auch die vielen Möglichkeiten,
mit jetzigen Studenten, Dozenten und Professoren ins Gespräch zu
kommen und Einblicke zu erhalten.
Ricardo Friedrich
Bericht über die 17. Frühjahrsakademie der TUBAF
Im März liefen 8 Jungen, 3 Mädchen und ein Student 4 Tage
zwischen Pi-Haus, Karl-Kegel-Bau und Akademiestr. 6 hin und her...
wechselten Räume... hatten die unterschiedlichsten Professoren vor
sich stehen und erfuhren zum Beispiel:
- warum Taschenrechner manchmal 82 252 anzeigen, obwohl das
exakte Ergebnis der Aufgabe doch 1 ist...
- dass, wenn man annimmt, dass man zwei perfekte Spieler hat, bei
„Vier-gewinnt“ immer der Spieler, der anfängt auch gewinnt, aber
nur,
wenn er seinen Stein in die Mitte legt...
- dass Caesar schon eine Codierung erfunden hat, die allerdings
sehr leicht zu entschlüsseln ist...
- dass der große Mathematiker John Nash schizophren war...
Und das alles, weil die Bergakademie Freiberg ihre 17.
Frühjahrsakademie Mathematik veranstaltet hat. Montag früh
trafen wir uns, kaum einer kannte sich, aber alle musterten sich
neugierig.
Untergebracht waren alle Übernachtungsgäste im Pi-Haus – klar
– wo schlafen Mathematiker sonst? Mittagessen durften wir in der Mensa,
mitten zwischen den echten Studenten. Am ersten Abend gab es sogar ein
kleines Buffet für alle Hungrigen zusammen mit Professoren und
Studenten. Schüchtern waren wir nur am Anfang, dann saßen
wir bunt gewürfelt bis mitten in die Nacht um zu hören, wie
es einem als Studenten so ergeht.
Ansonsten gab es eine Menge Vorlesungen, und obwohl ich als
10-Klässlerin als eine der jüngsten nicht alle Begriffe
kannte, von denen die Professoren redeten, war doch keine einzige
Vorlesung langweilig.
Unsere Tage bestanden aber nicht nur aus Vorlesungen, sondern auch aus
einer Domführung, einer Stadtführung und einem Vormittag, den
wir mit Gummistiefeln und Latzhosen in 150 m Tiefe durch die Gänge
der Reichen Zeche stapften.
Am Donnerstag besuchten wir als krönenden Abschluss die Terra
Mineralia, die größte Mineraliensammlung der Welt. Und als
ich von dort aus nach Hause kam, fühlte ich mich selbst schon fast
als Studentin. Und ich bereue es auf keinen Fall, diese Woche
mitgemacht zu haben ...
Elisabeth Wudenka